workshop Shaker-step |
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Einleitung Der sogenannte "Shaker-Style" hat sich in den letzten Jahren in Europa etabliert. Diese Faszination gründet auf hoher Zweckmäßigkeit, sowie schlichter Eleganz der Möbel und Gebrauchsgegenstände der Shaker. Ein gutes Beispiel dafür ist der sogenannte Step Stool. Dabei handelt es sich um einen zweistufigen Tritt, dessen Konstruktion sich hauptsächlich auf durchgehende Schwalbenschwanzzinkung stützt. Diese Verbindung bietet optimale Stabilität und ist gleichzeitig optisch sehr reizvoll. Das abgebildete Stück ist dem Original der Shaker weitestgehend nachempfunden. Anhand der folgende Anleitung ist es möglich einen solchen Step Stool nachzubauen und dabei die Technik des Zinkens zu erlernen. co / David Seeland |
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Bauanleitung:
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| 2. Heraussägen der vorderen Ecken der aufrechten Seitenteile an den oberen Enden. |
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| 3. Anzeichnen der Brettdicke plus 0,5 mm mit einem Streichmaß an allen Enden, die später miteinander verbunden werden. |
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| 4. Bei den Trittflächen wird auch auf den Schmalseiten die Brettdicke plus 0,5 mm angerissen. |
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| 5. Aufrechtes einspannen eines Brettes, dass die gleiche Dicke und Breite der Trittfläche hat. Das Brett sollte bündig mit der Trittfläche abschließen. |
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| 6. Zeichnen einer, zur Außenkante, parallelen Linie, mit dem Abstand von 5 mm ( ¼ Brettdicke). Wiederholen der Linie an der gegenüberliegenden Kante. |
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| 7. Anlegen des Maßstabes an den parallelen Linien. Die „0“ liegt an der einen, die „20“ an der anderen Linie an. Zeichnen einer Linie entlang des Maßstabes. |
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| 8. Unterteilung der soeben gezeichneten Linie in 40 mm Abstände.
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| 9. Rechtwinklige Projektion der Unterteilungsmarkierungen auf die Vorderkante des vorgespannten Brettes. |
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| 10. Einstellung der Schmiege nach einem rechtwinkligen Dreieck, dessen Schenkellängen 1 cm und 6 cm betragen. Der Winkel, der aus der Verbindung der beiden Punkte entsteht, ist die Schräge der Schmiege. 6cm Abtragen der Schräge an den Projektionspunkten an der Vorderkante des vorgespannten Brettes. Beginnend an einer der äußeren Linien zeichnet man die Schräge nach innen. |
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| 11. Umdrehen der Schmiege und vervollständigen der Schwalbenschwanzform, durch erneute Anlage der Schmiege an den Projektionspunkten. Die Linien sollten mindestens bis zum Streichmaßriss reichen. |
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| 12.Entfernen des vorgespannten Brettes. Kennzeichnen des Abfallbereiches (hier durch Kreuze). Die Schwalben bleiben Stehen, die Zinken (hier die kleinen Keile mit den Kreuzen) fallen später weg. |
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| 13. Übertragen der an der Kante entstandenen Punkte auf die Stirnseite, mit einem Winkel. |
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| 14. Kennzeichnen der restlichen Abfallbereiche. Die äußeren kleinen Ecken fallen ebenfalls ab. Mit den anderen Enden der Trittflächen verfährt man ebenso wie oben beschrieben (ab Punkt 5. ) |
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| nach oben | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 15. Einsägen entlang der angezeichneten Schrägen. Die Bleistiftstriche sollen stehen bleiben, die Säge ist also im Abfallbereich anzusetzen. Es wird bis zum Streichmaßriss hinunter gesägt. |
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| 16. Abtrennen der äußeren Ecken entlang des Streichmaßrisses. Der Streichmaßriss sollte gerade noch erhalten bleiben. |
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| 17. Ausstechen (säubern) der Ecken. |
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| 18. Aufspannen eines Rechtwinklig gesägten Brettes entlang der Streichmaßrisses. Dabei sollte der Streichmaßriss gerade verdeckt sein. Das aufgespannte Brett dient zur Führung des Stecheisens. Zuerst wird mit dem Stecheisen senkrecht eine Kerbe entlang der Führung in den Abfallbereich geschlagen. Dann wird in einem Winkel von ca. 45 0 der Holzschnipsel mit dem Stecheisen abgetrennt. Es ist darauf zu achten, dass vorne etwas Holz bis zur Oberkante stehen bleibt. Man stemmt ungefähr bis zur Hälfte, dreht dann die Trittfläche um und verfährt auf die gleiche Weise, wie auf der anderen Seite, bis der Abfallbereich herausgestemmt ist. Wie oben beschrieben verfährt man auch mit den drei anderen Enden der Trittflächen. |
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| 19. Einspannen einer Seite. Unter Beachtung des Tischlerdreiecks wird die richtige Lage der Trittfläche bestimmt. Die Außenkante der Trittfläche wird an der Vorderkante der Seite, wo die Ecke herausgesägt worden ist, bündig angelegt. Es ist darauf zu achten, dass die durch das Heraustrennen des Abfallbereiches entstandenen Kanten an die Kante der aufrechten Seite lückenlos anschließt. in dieser Position markiert man einem scharfen und spitzen Messer entlang der Schwalben die Zinken auf der Stirnseite der Seitenteile. |
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| 20. Anzeichnen der Zinken auf der Außenseite der Seite mit einem Winkel. Erneutes kennzeichnen des Abfallbereiches, also alles das, was bei der Trittfläche stehen geblieben ist. Dieses Mal bleiben die äußeren Ecken stehen und die Schwalben fallen heraus. |
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| 21. Einsägen entlang der gezeichneten Linien. Wichtig ist, das die Säge im Abfallbereich angesetzt wird und der Riss gerade noch stehen bleibt. Auch hier wird bis zum Streichmaßriss gesägt. Danach wird der Abfallbereich wie oben bei den Trittflächen herausgestemmt. |
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| 22. Bei exaktem arbeiten müssten die Teile nun ineinander passen. Man kann mit einem auf die Trittfläche gelegten Holz und einem Hammer durch leichte Schläge die Teile ineinander fügen. Ist zuviel Druck nötig, empfiehlt es sich die Zinken nachzuarbeiten. |
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| nach oben | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 23. Verleimen der Seiten. Es ist zu beachten, dass die beiden Teile bündig sind und die beiden Aussparrungen für die vorderen Verstärkungsleisten (Lisenen) in die selbe Richtung weisen |
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| 24. Mit Hilfe eines Zirkels zeichnet man am unteren Ende der Seiten einen halben Kreisbogen, mit einem Radius von 120 mm. Die Mitte ist die verleimte Fuge. |
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| 25. Ausschneiden des Bogens beider Seiten mit einer Stichsäge. Man sägt am besten einen halben Millimeter vom Bleistiftstrich entfernt, um den Bogen nacharbeiten zu können (Raspel, Feile, Schleifpapier, etc. ) |
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| 26. Auftragen des Leims in der äußeren Hälfte der Seitenteile. |
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| 27. Zusammensetzen des Zweiertritts. Die Trittflächen werden von oben auf die Seiten geschoben und die Verstärkungsleisten (Lisenen) werden ebenfalls vorne in die Aussparung eingeleimt. Beim verleimen ist es immer günstig Zwingen zu verwenden. |
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| 28. Die hintere Verstärkungsleiste (Traverse) wird etwa in der Mitte der Seiten positioniert. Dabei wird, wie bei den Trittflächen, eine Schwalbe an die Leiste angearbeitet. Die entsprechende Aussparungen werden nach den Schwalben der Traverse ausgearbeitet. Die Ausarbeitung erfolgt nach dem selben Prinzip wie oben bei den Zinken erwähnt. |
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| 29. Einleimen der Traverse. |
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| 30. Bündig hobeln der Zinken und Schwalben mit einem Putzhobel. Man kann die Überstände auch mit einer entsprechenden Handschleifmaschine bündig schleifen. Danach erfolgt der Fertigschliff des gesamten Zweiertrittes. |
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| 31. Oberflächenveredelung mit einem Öl oder Wachs, da es die charakteristische Holzfarbe des amerikanischen Kirschbaums am besten hervor bringt. |
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| nach oben | viel Freude beim Nacharbeiten ! David Seeland |
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